Insgesamt nahmen 16 Schülerinnen der 3DK der HAK Steyr sowie 18 Schülerinnen der italienischen Partnerschule am Projekt teil. Begleitet wurde die österreichische Gruppe von Lisa Karner und Ute Wiesmayr. Die Mobilität fand von 5. bis 12. April 2026 statt und verband Projektarbeit, interkulturellen Austausch und gemeinsame europäische Lernerfahrungen.
Grundlage der Mobilität war das im Learning Agreement festgelegte gemeinsame Projekt zum Thema künstliche Intelligenz, kulturelle Wahrnehmung und Bias.
Bereits zu Beginn des Aufenthalts arbeiteten die österreichischen und italienischen Schülerinnen in gemischten Gruppen zusammen. Die gemeinsame Arbeitssprache war Englisch, wodurch die Jugendlichen ihre Sprachkompetenzen in einem authentischen internationalen Kontext anwenden und erweitern konnten. Im Mittelpunkt des Projekts stand die Frage, wie Stereotype und Vorurteile durch künstliche Intelligenz reproduziert oder verstärkt werden können. Dabei setzten sich die Schülerinnen intensiv mit Begriffen wie „Bias“, Fairness und gesellschaftlicher Verantwortung im Zusammenhang mit digitalen Technologien auseinander.
Im Rahmen verschiedener Workshops beschäftigten sich die Teilnehmerinnen mit der Erstellung und Analyse von AI-generierten Bildern und Texten. Besonders spannend war dabei der gemeinsame Prompting-Workshop, in dem die Schülerinnen lernten, wie stark Eingaben die Ergebnisse von KI-Systemen beeinflussen und wie sich kulturelle Vorstellungen in den generierten Inhalten widerspiegeln können.
Die Schülerinnen der HAK Steyr präsentierten außerdem den an unserer Schule entwickelten „KI-Führerschein“, der grundlegende Kompetenzen im verantwortungsvollen Umgang mit künstlicher Intelligenz vermittelt. Große Aufmerksamkeit erhielt auch der selbst entwickelte Sprachlern-Bot, der österreichischen Jugendlichen erste Schritte im Italienischen und italienischen Schülerinnen grundlegende Strukturen der deutschen Sprache näherbringen soll. Der Bot wurde gemeinsam getestet und diskutiert und stieß auf großes Interesse bei den italienischen Partner*innen.
Neben der Projektarbeit spielte auch der interkulturelle Austausch eine zentrale Rolle. Eine gemeinsame Schulführung sowie ein gemeinsames Essen an der Schule ermöglichten den Jugendlichen Einblicke in den Schulalltag und die Kultur der Partnerschule. Besonders wertvoll war auch der gemeinsame Ausflug nach Ascoli Piceno, bei dem die Schüler*innen Geschichte, Architektur und kulturelle Besonderheiten der Region kennenlernen konnten.
Bemerkenswert war die große Offenheit und Begeisterung der Jugendlichen beider Länder. Besonders erfreulich war, dass sich die Schüler*innen auch außerhalb des offiziellen Programms freiwillig zu gemeinsamen Aktivitäten und einem gemeinsamen Abend trafen – ganz ohne Initiative oder Druck durch die Lehrpersonen. Dies zeigt eindrucksvoll, wie schnell echte europäische Begegnungen und neue Freundschaften entstehen können.
Insgesamt war das Erasmus+-Projekt sowohl auf fachlicher als auch auf persönlicher Ebene ein voller Erfolg. Die Schüler*innen konnten ihre digitalen, sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen erweitern und gleichzeitig erfahren, wie wichtig internationale Zusammenarbeit und gegenseitiges Verständnis in einem gemeinsamen Europa sind.













