#EineFeierfürUte
Am Mittwoch war es soweit: Im großen Festsaal verabschiedete die HAK/HAS Steyr ihre Direktorin Ute Wiesmayr. Neben den Lehrerinnen und Lehrern der Schule folgten zahlreiche Ehrengäste der Einladung, darunter (ehemalige) Bürgermeister der Stadt Steyr, Direktorinnen und Direktoren anderer Schulen, Utes Vorgänger als HAK Direktor sowie ehemalige Schülerinnen und Schüler und langjährige Weggefährtinnen.
Moderiert wurde der Abend von Winnie Kronsteiner gemeinsam mit Schülern aus Utes Klasse. Der Rest ihrer Klasse kümmerte sich vor und nach der Bühnenshow um das leibliche Wohl der zahlreichen Gäste. Freiwillig und mit vollem Einsatz für ihre Klassenvorständin Ute Wiesmayr.
#Bühnentalks
In mehreren Talkrunden kamen Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter zu Wort. Bürgermeister Markus Vogl erinnerte an das gemeinsame Engagement für die Städtepartnerschaft. Utes Vorgänger als Direktor der HAK Steyr, Gerhard Klausberger, hob ihr soziales Engagement hervor, beispielsweise die rasche Etablierung der sogenannten Brückenklassen im Rahmen der großen Flüchtlingsbewegungen vor zehn Jahren.
Auch die langjährige schulische Weggefährtin Andrea Leonhartsberger erinnert sich auf der Bühne an die gemeinsame Zeit zurück. Sie hat Ute als Kollegin, dann als Administratorin und schließlich als Direktorin kennengelernt und betonte, dass sie in all diesen Rollen immer "Ute" geblieben ist. Ähnliches berichtete die "eigentlich noch junge" Lehrerin Lisa Karner, für die Ute von einer Mentorin zu einer Chefin wurde, die ihr viele Entwicklungsmöglichkeiten eröffnete.
Auch die Kolleginnen und Kollegen Helga Steinwendtner, Karin Gottlieb-Zimmermann und Andreas Spanring betonten Utes menschliche Führungsqualität und ihr beinahe furchteinflößendes Talent zum Multitasking. Im Schulalltag schnell zwischen Themen zu wechseln und dabei überall sattelfest zu sein war immer Utes größter Flex.
Ehemalige Absolventinnen und Absolventen erzählten, wie fördernd, aber auch fordernd Ute als Lehrerin gewesen ist. Der Tenor war eindeutig: Ute stellte immer das Wohl und die Entwicklung ihrer “kids” in den Mittelpunkt.
#MusikalischeUndEmotionaleMomente
Für ordentlich Stimmung sorgte die Band PJ Generator, mit Leadsänger und Gitarrist Kurt Söser und Schlagzeuger Andreas Riepl, beide selbst Kollegen an der HAK Steyr.
Zwischen den Talkrunden liefen Diashows (heute würde man wohl eher "Reels" dazu sagen) mit sorgsam kuratierten Fotos aus 35 Jahren HAK/HAS Steyr & Ute Wiesmayr. Unterlegt mit, wie Moderator Winnie Kronsteiner augenzwinkernd "entschuldigend" anmerkte, Utes Lieblingsmusik.
Zum Abschluss durfte auch Administrator Mathias Spanring auf die Bühne, für ein humorvolles Matching mit seiner Chefin. Dabei wurde geklärt, bei welchen Themen die beiden harmonieren und wo sie sich, sagen wir, wunderbar ergänzen.
#DankeUte
Den passenden Schlusspunkt setzte der Abschlusssong, der Utes Wirken an der HAK/HAS Steyr treffend zusammenfasste:
THIS GIRL IS ON FIRE!
### #dankeute #abschiedsfeier #35jahrehaksteyr #thisgirlisonfire
Als kleine Zugabe hier der Text "danke, frau direktor! 35 jahre ute wiesmayr an der hak/has/hakb steyr"
aus dem Jahresbericht 2026. Winfried Kronsteiner und Lisa Karner blicken zurück:
danke, frau direktor!
35 jahre ute wiesmayr an der hak/has/hakb steyr
35 jahre ute wiesmayr an der hak/has/hakb steyr – das sind 35 jahre einsatz, verantwortung, entwicklung und ganz viel herz für schule. mit ende dieses schuljahres verabschiedet sich unsere direktorin HR mag. ute wiesmayr in den ruhestand. damit geht eine ära zu ende, die unsere schule geprägt hat wie kaum eine andere.
im schuljahr 1991/92 begann ute wiesmayr ihr erstes dienstjahr an der hak/has/hakb steyr. ihre fächer waren englisch, italienisch und französisch. bereits in diesem jahr wurde ihr zusätzlich zur unterrichtstätigkeit die agenda jugendrotkreuz übertragen. es folgten von ihr organisierte spendenaktionen, blutspendeaktionen und die teilnahme an jrk-wettbewerben. 1994/95 erreichte ihre jugendrotkreuz-gruppe beim landeswettbewerb sogar die goldmedaille.
nach dem plötzlichen tod von administrator prof. thomas kraus wurde ute wiesmayr bereits 1995 die administration übertragen. die computerisierung war damals gerade erst im entstehen, vieles musste noch händisch organisiert werden und der stundenplan entstand mit viel einsatz, erfahrung und – wie es damals hieß – mit „men & onewoman-power“. neben dem damaligen stundenplan-team, bestehend aus den kollegen staska, voglsam und haberl, war ihr winfried kronsteiner seit beginn ihrer administrationstätigkeit und auch während ihrer zeit als direktorin eine besondere stütze – für gemeinsame überlegungen, strategischen rat und viele wichtige entscheidungen im schulalltag.
in den folgenden 15 jahren arbeitete ute wiesmayr als administratorin mit drei führungskräften zusammen: dkfm. mag. helmut zagler, mag. wolfgang staska und mag. gerhard klausberger. sie brachte ihre ideen, ihre energie und ihr organisationstalent konstruktiv ein und prägte wichtige abläufe der schule mit. maßgeblich beteiligt war sie an der entwicklung von stundentafeln und schwerpunkten für den lehrplan 2004. der schulumbau bis 2008 war eine zusätzliche administrative herausforderung, die ute wiesmayr mit geschick und überblick meisterte.
2010 wurde ute wiesmayr von der dienststelle zur provisorischen leiterin der hak/has/hakb steyr gewählt. nach 15 jahren als administratorin übernahm sie damit die leitung einer großen schule. mit 1. september 2011 wurde sie offiziell direktorin und war seither für eine schulgemeinschaft mit etwa 700 schüler:innen, rund 80 lehrer:innen und einem mehrköpfigen verwaltungsteam verantwortlich.
ab diesem zeitpunkt entwickelte sie die schule in mehreren bereichen konsequent weiter. ein großer schwerpunkt war die digitalisierung. 2014/15 wurde die hak steyr aufgrund ihrer fortschrittlichen entwicklungen in diesem bereich als „microsoft innovative showcase-schule“ ausgezeichnet. ein grund dafür war die einführung des neuen hak-zweiges tablet+ im jahr 2015, der schüler:innen einen digitalen schulalltag ohne hefte und schulbücher in papierform ermöglichte. mit dem konzept hak steyr 4.0 folgte 2019 die einführung stiftbasierter lehrer:innen-tablets samt schulungskonzept – ein schritt, der sich wenig später während der corona-zeit als besonders wertvoll erwies. 2022 wurden die tablet-klassen in der hak flächendeckend eingeführt, und mit dem projekt „embracing technology“, an dem sie sich bis zuletzt maßgeblich beteiligte, rückte von 2024 bis 2026 die implementierung von künstlicher intelligenz in den schulalltag in den fokus.
auch pädagogisch und organisatorisch waren die jahre ihrer direktionszeit von großen entwicklungen geprägt. 2012 war es ute wiesmayr, die die gründung des absolvent:innenverbandes vorantrieb. mit den „friends of hak“ pflegte sie stets den austausch und sah darin einen wertvollen partner für die schule. 2014 forderte der nächste lehrplan umfangreiche arbeiten und oft taktische entscheidungen, um beispielsweise die schwerpunkte weiterhin erhalten zu können. 2015 wurden mit tablet+ und sport+ neue zweige eingeführt, die sie als direktorin klar mittrug. von 2015 bis 2018 wurde die brückenklasse für asylwerber:innen angeboten – auch sie steht sinnbildlich für ute wiesmayrs soziales engagement. ab 2016 folgten die standardisierte reife- und diplomprüfung sowie die modularisierung mit nost und später sost – alles entwicklungen, die viel vorbereitung, organisation, überzeugungsarbeit und durchhaltevermögen verlangten.
als sprachenlehrerin lag unserer direktorin stets die internationale ausrichtung der schule am herzen. für sie war das ein wesentlicher pfeiler einer wirtschaftsschule am puls der zeit. seit 2021 ermöglichte sie interessierten schüler:innen, am dual-diploma-programm teilzunehmen – einem angebot, das es den schülerInnen ermöglicht, zusätzlich zur matura ein amerikanisches high school diploma zu erwerben.
auch die wirtschaftliche profilbildung der schule und die verbindung zur praxis wurden in ute wiesmayrs zeit als direktorin weiter gestärkt. sie unterstützte die projekte engagierter wirtschaftspädagoginnen, die wirtschaftskompetenz sichtbar und erlebbar machten, wie das „hak-sprungbrett“ bzw. den heutigen karrieretag, das konzept der klassenpat:innen, die businessweek sowie die businesstalks mit bekannten regionalen unternehmer:innen. schule sollte nicht nur wissen vermitteln, sondern türen öffnen – in die wirtschaft, in die region und in die zukunft.
2024 wurde ihr von bundesminister martin polaschek der berufstitel „hofrätin“ verliehen. damit wurden ihre herausragenden leistungen, ihr unermüdlicher einsatz und ihr jahrzehntelanges wirken im bildungswesen gewürdigt. sie war zurecht stolz auf diesen titel, wenngleich er auch ihr etwas aus der zeit gefallen schien.
ute wiesmayr hat die hak/has/hakb steyr nicht nur verwaltet oder geleitet. sie hat sie mitentwickelt, geprägt und immer wieder in bewegung gebracht. wichtig war ihr dabei, nahe an den schüler:innen zu bleiben. auch als direktorin unterrichtete sie weiter und war klassenvorständin. das war für sie eine bewusste entscheidung: sie wollte wissen, was die jugendlichen bewegt, wollte im direkten kontakt bleiben und schule nicht nur von einer verwaltungsebene aus führen.
sie hatte stets ein offenes ohr – für ihre lehrkräfte und mitarbeiter:innen genauso wie für schüler:innen, die unterstützung brauchten. wer mit einer idee zu ihr kam, hörte selten ein „nein“. viel eher wurde gemeinsam überlegt, wie etwas möglich werden könnte. lehrkräfte und schüler:innen bekamen raum zum ausprobieren, zum entwickeln und zum umsetzen. viele projekte konnten wachsen, weil sie von ute wiesmayr die möglichkeit dazu bekamen. ein perfektes beispiel dafür ist das alljährliche drachenbootrennen der gesamten schulgemeinschaft, das von der arge sport initiiert und von ute wiesmayr von anfang an voll und ganz unterstützt wurde.
auch in schwierigen zeiten zeigte sich ihre erfahrung besonders deutlich. im krisenmanagement bildete sie gemeinsam mit administrator mathias spanring und winfried kronsteiner ein unschlagbares trio – besonders auch während der corona-zeit. viele herausforderungen, die damals in kurzer zeit an der schule gelöst werden mussten, meisterte die schule durch erfahrung, zusammenhalt, klare kommunikation und den mut dieses kernteams, auch originelle wege zum wohle der schulgemeinschaft zu gehen, besonders gut.
ihren sprachen blieb ute wiesmayr über all die jahre treu. englisch, italienisch und französisch waren für sie nie nur unterrichtsgegenstände, sondern ein zugang zur welt. deshalb waren ihr internationale erfahrungen und reisen mit schüler:innen besonders wichtig: als junglehrerin bereits 1994 mit einer has-klasse in london, 1999 mit einer klasse für drei wochen in amerika, später bei vielen reisen nach san benedetto und weiteren europäischen reisezielen.
diese sprach- und projektwochen waren für sie aber mehr als nur ein programmpunkt im schuljahr. sie war überzeugt davon, dass man schüler:innen auf reisen von einer anderen seite kennenlernt – abseits von stundenplan, schularbeitenstress und leistungsdruck. genau dort entstehen gespräche, vertrauen und verbindungen, die später auch im unterricht weiterwirken.
wer mit ute wiesmayr zusammenarbeitete, weiß: sie war und ist ein arbeitstier – im besten sinn des wortes. manchmal hatte man den eindruck, ihr tag habe nicht 24 stunden, sondern deutlich mehr. vieles, was im hintergrund selbstverständlich wirkte, trug ihre handschrift. entscheidungen, organisation, gespräche, projekte, schulentwicklung – unsere direktorin war da. oft gefühlt rund um die uhr.
ute wiesmayr kann stolz sein auf die entwicklung „ihrer“ schule: die hak/has/hakb steyr ist heute eine wirtschaftsschule, die offen, tolerant, modern, kompetenz- und zukunftsorientiert ausgerichtet ist. eine schule mit einem guten ruf – bei schüler:innen und eltern, in der region, bei partnerunternehmen, in der bildungsdirektion und im ministerium.
über jahrzehnte hinweg hat sie nun die hak/has/hakb steyr geprägt, 15 jahre davon als direktorin. sie hat bewährtes bewahrt, neues möglich gemacht und unsere schule mit großer energie, klaren entscheidungen und einem sicheren gespür für entwicklungen geführt.
wir gratulieren zu 35 jahren hak/has/hakb steyr, danken für den unermüdlichen einsatz und wünschen unserer direktorin für den neuen lebensabschnitt alles gute, viel freude, viele schöne momente und vor allem zeit für alles, was nun kommen darf.
wir sind bei fast allem zuversichtlich: nur für die bevorstehende lange atlantik-querung per schiff vielleicht nicht.













